Die Corona-Pandemie und die dermatologische Versorgung im Januar 2021

Die zweite Corona-Pandemie-Welle hat Deutschland erreicht und beeinflusst unser Leben und Arbeiten stark. Mit dem Start der COVID-19-Impfungen Ende Dezember ist eine Kehrtwende eingeleitet, aber sie braucht Zeit. Die Erkrankungs- und Todeszahlen sinken trotz der Pandemiebeschränkungen (noch) nicht in dem erhofften Umfang. Blickt man ins europäische Ausland, nach Großbritannien, Irland oder Frankreich ist zu vermuten, dass uns möglicherweise eine weitere Erkrankungswelle, ggf. durch mutierte Viren verursacht, erreichen wird, auf die wir uns vorbereiten müssen.

Noch ist die Situation auf den Intensiv- und COVID-Stationen zu handhaben. Bereits jetzt arbeiten Dermatologinnen und Dermatologen sowie Personal aus dem Pflegebereich auf diesen Stationen mit; dadurch ist die Auslastung der dermatologischen Kliniken an vielen Standorten gesunken, bei manchen auf 50 bis 60 Prozent. Die Versorgung der Patientinnen und Patienten ist jedoch noch nicht gefährdet, denn die Arbeit im ambulanten Bereich läuft dank ausgeklügelter und streng eingehaltener Hygienekonzepte gut. Wer wegen einer Hauterkrankung zur niedergelassenen Hautärztin/zum niedergelassenen Hautarzt oder in eine Ambulanz gehen muss, kann und soll das auch in Pandemiezeiten tun. Das ist eine gute und beruhigende Nachricht.

Wichtiger denn je sind aktuelle Informationen zur Behandlung dermatologischer Patientinnen und Patienten in der Pandemie, von dermatologischen Komplikationen durch COVID-19 und natürlich auch zum Thema COVID-19-Impfung. Wir möchten Sie dabei unterstützen und werden weiterhin Materialien und Links rund um das Thema „COVID-19 und Hauterkrankungen“ hier auf derma.de für Sie zusammenstellen. Wir würden uns freuen, wenn Ihnen diese Informationen in Ihrer täglichen Arbeit helfen. Gerne nehmen wir auch Ihre Berichte entgegen und ergänzen unser Angebot durch den einen oder anderen Beitrag.

Fort- und Weiterbildungen sind auch in Pandemiezeiten überaus wichtig. Nutzen Sie die Angebote unserer virtuellen DDG-Tagung vom 14. bis 17. April 2021. Die Qualität des Programms wird Sie auch online überzeugen, Möglichkeiten zur aktiven Teilnahme stellen wir zur Verfügung, ausgewählte Beiträge können auch nach der Tagung angesehen werden und wie immer sind natürlich die CME-Punkte beantragt und durch die Teilnahme zu erlangen. 
Gemeinsam wollen wir die Dermatologie während der Corona-Pandemie aktiv gestalten, uns austauschen und unterstützen und für unsere Patientinnen und Patienten eine bestmögliche Versorgung beibehalten. 

Bleiben Sie gesund und zuversichtlich!

Prof. Tilo Biedermann 
Präsident der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft (DDG)